Rockavaria

Rockavaria

Mehr als nur ein Rockfestival


Rockavaria feierte am letzten Wochenende von Freitag bis Sonntag seinen zweiten Geburtstag in der Olympiahalle in München. Von großartigen Bands über euphorische Menschenmassen, bis hin zu ausgeflippten Rock-Opas war alles vertreten, was das Rockerherz höher schlagen lässt.

Mit rund 40 Bands präsentierte sich Rockavaria dieses Jahr in Bestform. Daran sind wahrscheinlich nicht nur die großartigen Headliner Iron Maiden, Nightwish und Iggy Pop schuld, sondern auch die erstklassigen „kleinen“ Bands konnten dem Publikum mächtig einheizen.

2015 feierte das Münchener Rockfestival Premiere. Mit 60 Bands verteilt auf drei Tage und täglich rund 49.000 Besuchern, begeisterte Rockavaria mit seinen Headlinern Muse, Metallica und Kiss, erntete aber auch viel Kritik. Viele Fans beschwerten sich, dass sie durch die große Anzahl an Bands gezwungen waren sich zu auf wenige Bands zu beschränken, da alle Bühnen gleichzeitig bespielt wurden.

Aus diesen Fehlern hat man gelernt. Die Anzahl der Bands wurde minimiert und die Bühnen somit abwechselnd bespielt. Und nachdem das ursprünglich als Ergänzung gedachte Theatron schon im letzten Jahr besser als erwartet bei den Fans ankam, wurde dieses Jahr nicht an einer neuen und größeren Seebühne im Olympiasee gespart.  Ein großes Highlight des Rockfestivals. Statt einem Steh- und Tanzverbot gab es dieses Jahr ein Feier-Gebot. Und alle machten mit.

Schon am Freitag begeisterte die Hardrock-Band Nightwish mit einer atemberaubenden Feuershow und symphonischem Sound. Eher weniger ins Programm passten die mitunter soften Indie-Rocker von Mando Diao. Beim Auftritt der Crossover-Band Dog Eat Dog, gab es sogar so einen gigantischen Ansturm, dass der Sänger der Band sich die Frage erlaubte, ob bei dem gleichzeitigen Nightwish-Konzert im Stadion überhaupt noch Menschen wären. Doch auch hier war alles gerammelt voll.

Am Samstag durfte man sich noch einmal vom verstorbenen Lemmy Kilmister mit dem Stummfilm Gutterdämmerung verabschieden, als Rock-Opa Iggy Pop schon die Bühne stürmte. Der ist so beglückt, dass er, als man ihm zum Anwohnerwohle um 23 Uhr den Saft abdreht, gar nicht von der Bühne will. Im genauen Wortlaut: "I fucking dont wanna fucking go!"
 
Doch das absolute Highlight waren am Sonntag wahrscheinlich die Heavy-Metal-Hard-Rock-Legenden Iron Maiden, die wie immer im eigenen Flugzeug in München ankamen. Mit einem Mix aus Material vom neuesten Album „The Book Of Souls“ und Klassikern wie „Iron Maiden“, „Hallowed Be Thy Name“, „Children Of The Damned“ und „Wasted Years“ begeisterten die britische Metal-Band ihre Fans.

Wer Übernachtungspartys auf hartem Boden mit abertausend anderen bevorzugt, 24-stündige Beschallung verlangt und lieber eine Dusche unterm Zapfhahn nimmt, der fühlt sich bei Rock im Park oder Rock am Ring besser aufgehoben. Wer jedoch gerne gute Musik mit großen Rock-Legenden genießt und ausgeruht am nächsten Tag neu durchstarten will, der ist bei diesem Festival genau richtig. Rockavaria ist halt anders, aber dafür umso besser!

von Ellen Siemers


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